Bereits zum zweiten Male hintereinander konnten wir den bekannten Kinder- und Jugendbuchautor Jürgen Banscherus am 24. Juni für eine Lesung vor den Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs gewinnen. Tatsächlich waren es drei Lesungen, da immer zwei Klassen pro Doppelstunde in der Aula zusammenkamen, um den Worten des 77-jährigen Autors zu lauschen.
Banscherus hatte mehrere seiner Romane im Gepäck und las vor den wechselnden Gruppen jeweils aus dem Liebesroman „Bis Sansibar und weiter“ oder aus dem Roman „Der unglaubliche Lauf der Fatima Brahini“. Der Autor bezog sein junges Publikum von Anfang an in seinen Auftritt mit ein, stellte selbst interessierte Fragen und bereitete es so auf die Thematik des jeweiligen Romans vor.
Auch nach der eigentlichen Lesung blieb viel Raum für die Fragen der Schülerinnen und Schüler, die sich zum Teil – mit Unterstützung ihrer Deutschlehrerinnen und –lehrer gewissenhaft auf ihren Gast und sein Werk eingestimmt hatten. Besonders aufmerksam und gleichsam betroffen reagierte das Publikum, als Banscherus auf die Frage, welches seiner Bücher ihm am wichtigsten seien, zunächst seinen Erstling „Keine Hosenträger für Oya“, nannte, dann aber auf den autofiktionalen Roman „Davids Versprechen“ verwies, in dem er seine eigene Kindheit mit einem prügelnden Vater in den Blick nimmt.

Jürgen Banscherus beschloss seine Lesung mit dem Angebot, auf der Bühne Autogrammkarten zu signieren, was von seinem jungen Publikum eifrig genutzt wurde. Wir bedanken uns bei ihm für den interessanten und an Geschichten reichen Vormittag und freuen uns über die Förderung der Autorenlesung durch den Friedrich-Boedecker-Kreis und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
B. Mader



