H2-Summit: Wasserstoffgipfel des Rhein-Erft-Kreises

Auch die­ses Jahr wur­de die Wil­ly-Brandt-Gesamt­schu­le vom Rhein-Erft-Kreis zum Was­ser­stoff­gip­fel in die Gym­ni­cher Müh­le ein­ge­la­den. Im Mit­tel­punkt des Tages stand das Ele­ment Was­ser­stoff.

Zusam­men mit Frau Appel-Mariaux und Frau Ducz­mal besuch­ten 20 Schüler*innen der Jahr­gän­ge 9 und EF den Was­ser­stoff­gip­fel. Anwe­send waren auch ver­schie­de­ne ande­re Schulen. 

Bericht einer Schü­le­rin aus dem Jahr­gang 9
Am ver­gan­ge­nen Diens­tag waren wir mit ein paar aus­ge­wähl­ten Schü­lern von unse­rer Schu­le beim dies­jäh­ri­gen H2-Sum­mit im Natur­park­zen­trum Gym­ni­cher Müh­le. Da man für die Teil­nah­me gute Che­mie­kennt­nis­se und natür­lich auch Lust dar­auf brauch­te, haben wir uns alle sehr auf den Aus­flug gefreut. Das Ziel von dem Tag war es, mehr über Was­ser­stoff zu ler­nen und zu erfah­ren, wo und wie man ihn im All­tag und für die Umwelt benut­zen kann. Gleich am Anfang wur­den wir von dem Mode­ra­tor André Gatz­ke begrüßt, den vie­le aus der Sen­dung mit der Maus ken­nen. Er hat die Mode­ra­ti­on für den gan­zen Tag über­nom­men und das Gan­ze mit einem klei­nen Spiel, Musik und sogar Karao­ke sehr unter­halt­sam gestar­tet. Nach die­ser Begrü­ßung wur­den wir erst ein­mal in Grup­pen von ver­schie­de­nen Schu­len auf­ge­teilt, meis­tens so sie­ben bis zehn Leu­te pro Team. Zusam­men mit unse­rer Grup­pe haben wir dann eine Art Par­cours mit ver­schie­de­nen Sta­tio­nen auf dem gan­zen Gelän­de der Gym­ni­cher Müh­le gemacht. Aus­ge­rüs­tet mit Tablets muss­ten wir an jeder Sta­ti­on zu den ver­schie­de­nen Vor­trä­gen und Prä­sen­ta­tio­nen eine Ober­fra­ge beant­wor­ten. Die Grup­pe, die am Ende die meis­ten Punk­te gesam­melt hat­te, konn­te einen Preis gewin­nen. Die Sta­tio­nen wur­den von Exper­ten der Müh­le oder von Part­ner­fir­men gelei­tet. Ein High­light war ein ech­tes Auto, das so halb auf­ge­schnit­ten war, damit man die gan­ze Tech­nik sehen konn­te. Das wur­de näm­lich auch mit Was­ser­stoff betrie­ben. Außer­dem gab es einen gro­ßen Was­ser­stoff-Bus von der REVG, den wir uns bei einer Füh­rung ganz genau anschau­en durf­ten. Im Was­ser-Muse­um haben wir uns dann über MINT-Beru­fe infor­miert, die etwas mit Was­ser­stoff zu tun haben. An einer ande­ren Sta­ti­on haben wir gelernt, wie das Gas über­haupt her­ge­stellt wird. Da gab es auch klei­ne Modell­au­tos, die einen Was­ser­tank oben drauf hat­ten und mit ein paar Kabeln und elek­tri­scher Ladung fuh­ren. Mit die­sen Autos haben wir dann ein klei­nes Auto­rennen gemacht. Rich­tig cool war auch, als uns gezeigt wur­de, wie Was­ser­stoff reagiert. Die Lei­ter haben mit Was­ser­stoff gefüll­te Bal­lons an eine Flam­me gehal­ten, die dann mit einer gro­ßen Flam­me explo­diert sind. Weil Was­ser­stoff leich­ter als Luft ist und nach oben steigt, konn­te man das Gas auch in einem umge­dreh­ten Becher­glas fan­gen und vor­sich­tig mit der Hand anfas­sen. Am Schluss gab es noch eine gro­ße Fra­ge­run­de, bei der sich immer vier Leu­te in einer Rei­he auf­stel­len muss­ten. Wer bei den Quiz­fra­gen am schnells­ten den Buz­zer gedrückt und rich­tig geant­wor­tet hat, hat eine klei­ne Süßig­keit oder etwas von DM bekom­men. Am Nach­mit­tag sind wir dann mit vie­len neu­en Infos, Fly­ern und klei­nen Geschen­ken wie­der zurück­ge­fah­ren. Der Aus­flug hat uns allen viel Spaß gemacht und gezeigt, wie wich­tig Was­ser­stoff für die Zukunft ist.

An 6 Sta­tio­nen konn­ten die Schüler*innen die ver­schie­de­nen Facet­ten von Was­ser­stoff ken­nen­ler­nen. Dazu gab es jeweils ein kur­zes Quiz in dem die Schüler*innen ihr neu­erwor­be­nes Wis­sen zei­gen konnten.

Bericht einer Schü­le­rin aus der EF:
Meh­re­re Schü­le­rin­nen und Schü­lern der EF sowie der 9. Klas­se tra­fen sich am Diens­tag, den 23.06.2026, an den Schul­bus­hal­te­stel­len, um mit Frau Appel-Mariaux und Frau Ducz­mal zur Gym­ni­cher Müh­le zum „H2 Sum­mit“ zu fah­ren. Nach der Ankunft wur­den die Schüler*innen zunächst mit einem viel­fäl­ti­gen Cate­ring mit Essen wie Wraps oder beleg­te Bröt­chen als auch küh­lem Was­ser ver­sorgt.
Die Ver­an­stal­tung begann mit einer Begrü­ßung durch den Mode­ra­tor André Gatz­ke und Frank Rock. In sei­ner Rede erklär­te Frank Rock, dass die Gym­ni­cher Müh­le bewusst als Ver­an­stal­tungs­ort gewählt wor­den sei, da sie sowohl für das The­ma Was­ser als auch für Wan­del und Zukunft ste­he, aber zudem auch ein „Begeg­nungs­ort für uns sein darf“. Er beton­te die Bedeu­tung kla­rer, erreich­ba­rer und mess­ba­rer Zie­le und mach­te deut­lich, dass die gesell­schaft­li­che und tech­ni­sche Ent­wick­lung noch lan­ge nicht abge­schlos­sen sei.
Beson­ders hob er her­vor, dass für die Ener­gie­wen­de zahl­rei­che Fach­kräf­te und Inge­nieu­re
benö­tigt wer­den aber auch dass die Jugend „Bock auf die Zukunft haben“ muss.
Anschlie­ßend führ­te Dani­el von der Gym­ni­cher Müh­le ein Expe­ri­ment mit Luft­bal­lons, in
denen Was­ser­stoff und ver­schie­de­ne Metal­le waren, durch und stell­te den Ablauf des Tages
etwas vor. Die ver­schie­de­nen Sta­tio­nen beschäf­tig­ten sich mit der Erzeu­gung, Nut­zung und
Ver­tei­lung von Was­ser­stoff sowie mit Bil­dungs- und Bera­tungs­an­ge­bo­ten rund um das The­ma
Was­ser­stoff.
Mit­hil­fe von GPS-Tra­ckern auf den gestell­ten Tablets, konn­ten die Auf­ga­ben bear­bei­tet wer­den. Die Ein­tei­lung der Grup­pen erfolg­te durch far­bi­ge Gum­mi-Arm­bän­der, die wäh­rend des Cate­ring ver­teilt wur­den. Für die Grup­pe mit den meis­ten Punk­ten war ein Preis
vor­ge­se­hen und auch schon ange­kün­digt.
An der ers­ten Sta­ti­on lie­ßen die Schü­ler-innen klei­ne Was­ser­stoff­au­tos in einem Wett­ren­nen gegen­ein­an­der antre­ten. Par­al­lel dazu muss­ten Fra­gen auf den Tablets beant­wor­tet wer­den. Die zwei­te Sta­ti­on wid­me­te sich einem Was­ser­stoff­bus der REVG. Dort erhiel­te man einen Ein­blick in die Funk­ti­ons­wei­se des Fahr­zeugs und konn­te auch den tech­ni­schen Bereich im hin­te­ren Teil des Bus­ses besich­ti­gen.
Im obe­ren Teil des Erft­mu­se­ums infor­mier­ten Berufs­be­ra­ter über ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs- und Berufs­mög­lich­kei­ten im Bereich der Was­ser­stoff­tech­no­lo­gie. Die Viel­falt der vor­ge­stell­ten Beru­fe war grö­ßer als erwar­tet.
Eine wei­te­re Sta­ti­on wur­de von Stu­dent-innen der TH Köln gestal­tet. Hier stan­den Ener­gie­ver­bräu­che in Wohn­ge­bäu­den, der Indus­trie und im Bereich Mobi­li­tät im Mit­tel­punkt. Anhand von Vide­os, einem Bei­spiels­expe­ri­ment, ob ein Olym­pia Ath­let genug Ener­gie zum Toas­ten her­vor­brin­gen kann, und zusätz­li­chen Infor­ma­tio­nen über QR-Codes wur­den die oft
schwer vor­stell­ba­ren Ener­gie­men­gen anschau­lich erklärt.
Beson­ders ein­drucks­voll waren die prak­ti­schen Expe­ri­men­te mit Was­ser­stoff, die vor­ge­führt wur­den. Dazu gehör­ten Was­ser­stoff-Sei­fen­bla­sen, die Her­stel­lung aber auch Ent­zün­dung von Knall­gas, die Vor­stel­lung von „schwe­rem Was­ser“, sowie ein Flö­ten­ex­pe­ri­ment, bei dem gezeigt wur­de, wie sich der Klang ver­än­dert, wenn die Flö­te mit Was­ser­stoff statt mit nor­ma­ler Luft gespielt wird.
An der von Toyo­ta betreu­ten Sta­ti­on ging es um Kli­ma­schutz, nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät und den effi­zi­en­ten Umgang mit begrenz­ten Res­sour­cen. Vor­ge­stellt wur­den unter ande­rem die „Envi­ron­men­tal Chal­lenges 2050“, Brenn­stoff­zel­len­ge­ne­ra­to­ren, die für den Ein­satz bei Natur­ka­ta­stro­phen in Japan genutzt wur­den, eine trag­ba­re Was­ser­stoff­kar­tu­sche, sowie ein mit Was­ser­stoff betrie­be­ner Piz­za­ofen. Außer­dem erhiel­ten Schü­ler-innen Ein­bli­cke in die soge­nann­te Woven City, zukünf­ti­ge Ent­wick­lun­gen im Motor­sport sowie ein für das Jahr 2028 geplan­tes Fahr­zeug­mo­dell. Dabei wur­de deut­lich gemacht, dass Inno­va­tio­nen häu­fig auf frü­he­ren Ent­wick­lun­gen auf­bau­en und Fort­schritt nur durch das Sam­meln prak­ti­scher Erfah­run­gen mög­lich ist. Außer­dem wur­de ein
aus­ein­an­der gesäg­tes Was­ser­stoff­fahr­zeug zur prak­ti­schen Demons­tra­ti­on gezeigt.
Den Abschluss erfolg­te dann noch eine gemein­sa­me Aus­wer­tung und ein Quiz, an dem alle Schü­ler-innen teil­nah­men. Die Grup­pe mit blau­en Bän­dern erziel­te die höchs­te Punkt­zahl und gewann DM-Gut­schei­ne, sowie Süßig­kei­ten.
André Gatz­ke war nach dem Abschied stets bereit für das ein oder ande­re Foto mit den Schü­ler-innen und ließ aus ihrer Sicht eine Vor­bild­funk­ti­on und einen sym­pa­thi­schen Ein­druck zurück, da er trotz einer Ver­let­zung am Bein stark moti­vie­ren konn­te.
Die Schü­le­rin­nen fuh­ren schließ­lich mit dem Bus zurück zur Schu­le und wur­den letzt­end­lich
um ca.14:30Uhr ent­las­sen.
Trotz der som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren war die Ver­an­stal­tung ins­ge­samt ange­nehm gestal­tet, bot zahl­rei­che inter­es­san­te Ein­bli­cke in die Mög­lich­kei­ten und Her­aus­for­de­run­gen der Was­ser­stoff­tech­no­lo­gie und brach­te ein Beloh­nungs­sys­tem durch „Goo­dies“ an fast jeder Sta­ti­on mit sich. Sie zeig­te ein­drucks­voll, wel­che Bedeu­tung die­ses The­ma für die zukünf­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung und Mobi­li­tät haben könnte

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